Ausflüge, nicht zu verpassen: VERONA

VeronaEin Landstrich reich an Geschichte, der seine Einigkeit in der Liebe zu Kunst und Kultur gefunden hat, die die Bevölkerung in Museen, Monumenten und Theatern weitergibt.

Wenn man durch die engen Gassen spazieren geht wird man bei jedem Schritt von einer unerwarteten Harmonie diverser historischer Epochen bezaubert: die Spuren des prunkvollen römischen Ursprungs, der entschiedene Abdruck des Mittelalters und seiner Reiter der Familie Della Scala, die herrlichen Paläste der Renaissance mit den beeindruckenden Befestigungen die sie schützten. Ein Zusammenspiel von Eindrücken, die das ganze Jahr über faszinieren und bezaubern.

DIE ALTSTADT: wenn man sich vom Corso Porta Nuova zu den Portoni della Bra` nähert, hat man den Eindruck, von Kunst und Geschichte eingefangen zu werden. Es ist eine Stadt mit unermessbaren Schätzen, die ihre ganze Geschichte erzählen will. Verona kann, in Bezug auf gut konservierte römische Reste, nach Rom als zweite Stadt Italiens angesehen werden.

ARENA DI VERONA: das Amphitheater Arena ist das bekannteste Monument und unbedingtes Ziel für die Besucher der Stadt. Sich ihr leise zu nähern und sich vorzustellen, wie sie voller Menschen zu den Zeiten der antiken Römer war, ist nicht schwer, es reicht aus, die Augen zu schließen oder sich in die berauschende Atmosphäre zu begeben, die Opernabende oder Vorführungen zu schaffen wissen. Das überwältigende Gefühl beim Anblick des majestätischsten und lebendigsten Schatzes von Verona ist nach 2000 Jahren immer noch das gleiche, auch wenn anstatt einstiger blutiger Kämpfe lyrische Konzerte und anderes geboten werden.
Das Amphitheater wurde in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts nach Christus errichtet, zwischen dem Ende des Kaiserreichs Augustus und dem Imperium von Claudio. Es ist das drittgrößte Amphitheater Italiens nach dem Kolosseum und dem Amphitheater von Capua. Mit seiner elliptischen Form garantiert es eine perfekte Akustik von jedem Platz aus und kann viele Zuschauer aufnehmen. Mit Parkett und Loge passten in das Amphitheater 30.000 Personen. Unter der Ebene des Parketts befinden sich seit jeher Gänge, die dazu dienen, dass alles reibungslos funktionieren kann, sie können aber nicht besichtigt werden.

ROMEO UND JULIA: "Es gibt keine Welt außerhalb der Mauern von Verona": die Feder William Shakespeares hat Verona durch die Tragödie der beiden Liebenden Romeo Montecchi und Giulietta Capuleti unsterblich gemacht. Diese unglückselige Liebesgeschichte spielt an zwei genau definierten Orten, dem Haus Giulettias und der Grabstätte.

DAS HAUS DER CAPULETI, besser bekannt als Giuliettas Haus, ist aus dem 13. Jahrhundert. Es ist ein Haus mit Turm, die Fassade ist aus unverputzten Backsteinen, dekoriert mit eleganten dreigeteilten Fenstern. Hier ist auch der berühmte Balkon, von dem aus Giulietta mit Romeo sprach. Man kann heute die raffinierte Eleganz der Fresken bewundern, die die Wände schmückten, und den einfachen Stil von Truhen mit Intarsien, Backsteinkaminen, Holztreppen mit Geländer und Treppenabsätzen. Am Ende des Hofes steht die Bronzestatue Giuliettas, ein Werk des Bildhauers Nereo Costantini, die jedes Jahr von Tausenden von Touristen aus aller Welt besichtigt wird

DAS HAUS ROMEOS befindet sich in der Via Arche Scaligere. Es ist ein authentisches mittelalterliches Wohnhaus, Besitz der Fürstenfamilie des 14. Jahrhunderts Cagnolo Nogarola, die zum Kreise der Herrscher Della Scala gehörten. Der Bogengang ist gotisch und der Hof ist mit Zinnen geschmückt. Man kann das Haus nicht von innen besichtigen, aber dem Restaurant nebenan sind einige Zimmer daraus angegliedert worden. In diesem Haus hätten die Montecchis gewohnt. Auf der Fassade ist eine Inschrift, die an die Geschichte von Romeo und Julia erinnert: "Oh! Wo ist Romeo?... Schweige, ich habe mich selbst verloren: ich bin nicht hier und ich bin nicht Romeo, Romeo ist anderswo" (1. Akt 1. Szene Romeo und Julia).